Verhaltenskodex für AcadeMedia

Einleitung

AcadeMedia ist Nordeuropas größter privater Anbieter im Bildungsbereich. Unsere Größe ist ein Garant für Sicherheit und Stabilität.

Allen Mitarbeitern in unseren Kindertagesstätten, Grundschulen, weiterführenden Schulen und Instituten für Erwachsenenbildung ist das Streben nach Qualität und Fortschritt gemeinsam.  Die Ausbildung in unseren Einrichtungen soll sämtlichen Kindern, Schülern und Teilnehmern das Erreichen ihrer Ausbildungsziele ermöglichen. Wer uns wählt, soll die notwendigen Voraussetzungen erhalten, um sein Potenzial maximal nutzen zu können. Wir geben Garantien in puncto Ausbildung, Qualität, Transparenz und Sicherheit.

AcadeMedias Vision

AcadeMedia hat den Anspruch ein internationales Vorbild für Qualität, Leistung und Innovation zu sein.

Das Richtige tun

Mit diesem Verhaltenskodex möchte AcadeMedia gemeinsame Regelungen für Fragen der Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsbekämpfung schaffen. Wir können nicht alle Eventualitäten vorhersagen. Doch soll dieser Kodex auf besonders wichtige Elemente unserer ethischen Arbeiten hinweisen und die geltenden internationalen Prinzipien betonen. Er soll uns helfen, das Richtige zu tun und ethisch korrekt zu handeln. Wir verpflichten uns zudem, jederzeit die geltende Rechtsprechung in den Ländern, in denen wir tätig sind, zu beachten. Bei den geringsten Zweifeln ist immer der unmittelbare Vorgesetzte zu fragen.

Dieser Verhaltenskodex ist in den Bereichen kurz gefasst, die in anderen Regelwerken und Richtlinien von AcadeMedia aufgegriffen und genauer dargestellt werden. Als Anhänge zu diesem Verhaltenskodex gibt es folgende Richtlinien (diese gelten nicht für AcadeMedias Zulieferer und deren Subunternehmer):

  • AcadeMedias Garantien
  • Richtlinien für Gleichberechtigung
  • Reiserichtlinien
  • Richtlinien für soziale Medien
  • Vergütung für Mitglieder der Unternehmensführung
  • Prinzipien der Unternehmensführung
  • Richtlinien für persönliche Sicherheit
  • Richtlinien für Whistleblower

Sämtliche Dokumente sind auf www.academedia.se veröffentlicht (auf Schwedisch).

Unser Verhaltenskodex orientiert sich am Global Compact, einer 1999 von den Vereinten Nationen gestarteten Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Dabei geht es um Fragen der Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsbekämpfung. Der Verhaltenskodex gilt für sämtliche Mitarbeiter von AcadeMedia und AcadeMedias Tochterunternehmen in Schweden und im Ausland. Ebenso gilt er für unsere Zulieferer und deren Subunternehmen.

Da der Verhaltenskodex nicht nur für unsere eigenen Angestellten gilt, tauchen einige Formulierungen – so zum Beispiele zum Thema Sklaverei – auf, die auf den ersten Blick überflüssig erscheinen. Sie betreffen wohl kaum unsere Einrichtungen in Europa. Diese Regelungen können jedoch von großer Bedeutung sein, wenn es zum Beispiel um den Einkauf in Ländern geht, in denen Kinderarbeit vorkommt.

Alle, die unter den Verhaltenskodex fallen, sind verpflichtet ihm zu folgen. Es liegt jedoch in der Verantwortung der Vorgesetzten, dass die Mitarbeiter den Verhaltenskodex zur Kenntnis nehmen, ihn verstehen und nach seinem Wortlaut und Sinn agieren. Benehmen und Handeln, das dem Kodex widerspricht oder ihm zu widersprechen scheint, soll dem unmittelbaren Vorgesetzten oder gemäß den geltenden Richtlinien für Whistleblower gemeldet werden. Die Richtlinien für Whistleblower finden Sie auf www.academedia.se. Sobald wir von Verstößen gegen diesen Verhaltenskodex Kenntnis erhalten, sollen diese so schnell wie möglich behandelt und auf bestmögliche Art und Weise gelöst werden.

Am Ende dieses Dokumentes finden Sie eine Checkliste. Sie soll als eine Art ethischer Kompass bei der Entscheidungsfindung dienen.

Global Compact beruht auf zehn Prinzipien, die wir hier unter den entsprechenden Überschriften aufführen. Jeden Abschnitt haben wir zudem durch eine in unserem Zusammenhang besonders wichtige Fragestellung ergänzt.

Menschenrechte

Prinzip 1: Unternehmen sollen den Schutz der internationalen Menschenrechte innerhalb ihrer Einflusssphäre unterstützen und achten.

Prinzip 2: Unternehmen sollen sicherstellen, dass sie sich nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig machen.

Global Compact verweist auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Verstöße gegen die Menschenrechte, wie sie von der UN definiert werden, sind niemals zu akzeptieren. Die UN-Menschenrechtsdeklaration ist ein umfassendes Dokument, aus dem wir folgende Punkte besonders hervorheben möchten:

  1. Niemand darf aus irgendeinem Grund diskriminiert werden. Die UN nennt in diesem Zusammenhang Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politische oder sonstige Anschauung, nationale oder soziale Herkunft, Vermögen und Geburt (Artikel 2). Sexuelle Neigung und sexueller Ausdruck sind hier noch zu ergänzen.
  2. Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden (Artikel 4).
  3. Niemand darf Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden (Artikel 5).
  4. Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit (Artikel 18).
  5. Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung (Artikel 19).
  6. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung (Artikel 26).

Arbeitsnormen

Prinzip 3: Unternehmen sollen die Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen wahren.

Prinzip 4: Unternehmen sollen alle Formen von Zwangsarbeit abschaffen.

Prinzip 5: Unternehmen sollen Kinderarbeit abschaffen.

Prinzip 6: Unternehmen sollen bei Anstellung und Erwerbstätigkeit nicht diskriminieren.

In diesem Abschnitt bekennen wir uns auch zu den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO. Die ILO ist ein Sonderorgan der Vereinten Nationen für Arbeits- und Sozialfragen.

  1. Alle Mitarbeiter haben das Recht, Mitglied in Vereinigungen oder Organisationen zu werden, sich gewerkschaftlich zu organisieren und Tarifverträge abzuschließen.
  2. Zwangsarbeit in jeder Form ist unzulässig.
  3. Kinderarbeit in jeder Form ist unzulässig.
  4. Diskriminierung bei Anstellung oder Erwerbstätigkeit ist unzulässig (s. Punkt 1 im Abschnitt „Menschenrechte“ weiter oben).
  5. Diskriminierung bei Entgelten ist unzulässig. Es gilt das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ (s. Punkt 1 im Abschnitt „Menschenrechte“ weiter oben).
  6. Alle haben ein Recht auf ein sichere und gesunde Arbeitsbedingungen.

Sämtliche Mitarbeiter, Schüler, Eltern, Teilnehmer und andere Interessenten sind stets mit Respekt zu behandeln. Diskriminierung ist unzulässig ebenso wie Übergriffe und Missbrauch jeglicher Art. Unser Arbeitsumfeld soll sicher und geschützt sein. Wir sind ständig bestrebt, Unfälle, Schäden und Bedrohungen zu verhindern. Wir kommunizieren in allen Situationen stets offen, ehrlich und ohne unnötige Verzögerungen. Vielfalt prägt unseren Arbeitsplatz und wir glauben an die Devise „Zusammen sind wir stärker“, die auch die Bedeutung von Unterschieden mit einschließt. Wir wünschen uns Mitarbeiter unterschiedlicher Herkunft, mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, Kenntnissen und Interessen.

Umwelt

Prinzip 7: Unternehmen sollen vorbeugende Maßnahmen bei Umweltproblemen unterstützen.
Prinzip 8: Unternehmen sollen Initiativen ergreifen, um größeres Umweltbewusstsein zu fördern.

Prinzip 9: Unternehmen sollen die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien beschleunigen.

AcadeMedia versucht stets negative Umwelteinflüsse zu reduzieren. Wir wählen immer bewusst möglichst umweltfreundliche Transportmittel und verwenden umweltfreundliche Produkte zum Beispiel bei der Reinigung. Wir schreiben den Kauf von Energie aus und priorisieren bei diesen Ausschreibungen immer die Umwelt. Wir versuchen Abfall – insbesondere Essenabfälle –  weitest möglich zu reduzieren.

Korruptionsbekämpfung

Prinzip 10: Unternehmen sollen gegen alle Arten der Korruption eintreten, einschließlich Erpressung und Bestechung.

Wir dürfen niemals einen unbilligen Vorteil zur persönlichen Bereicherung fordern oder entgegennehmen. Mit „unbillig“ sind alle Gaben oder Zuwendungen gemeint, die dazu dienen – oder so aufgefasst werden können -, den Empfänger dahingehend zu beeinflussen, seine Arbeit in einer dem Arbeitgeber gegenüber illoyalen Art und Weise auszuführen. Eindeutige Fälle von unzulässiger Beeinflussung sind Bargeldschenkungen oder Privatreisen, auch kurze Taxifahrten. Bei den geringsten Bedenken über die Natur eines Geschenks/Vorteils ist es ratsam, dieses/n nicht anzunehmen. Zweifel erweisen sich in aller Regel als berechtigt. Besprechen Sie die Angelegenheit auch mit Ihrem unmittelbaren Vorgesetzten.

Sämtliche Entscheidungen, die von Ihnen als Führungskraft oder Mitarbeiter von AcadeMedia getroffen werden, sollen zum Besten des Unternehmens sein. Es darf keine Interessenskonflikte geben. Vorteile für Mitarbeiter, deren Angehörige und Freunde dürfen die Entscheidungen nicht beeinflussen. Besonders sensibel ist der Kauf oder Verkauf von Waren und Dienstleistungen an oder von Personen, zu denen man eine persönliche Beziehung hat. Besteht eine solche Beziehung, sollte die Entscheidung einer anderen Person übertragen werden.

Checkliste

Vielleicht erscheint es Ihnen als überflüssige Zeitverschwendung, sich vor jeder Entscheidung eine Reihe von Kontrollfragen zu stellen. Gleichzeitig richten wir als Individuen so unseren moralischen Kompass aus. Meisten genügt es, diese Liste einige Male ganz bewusst durchzugehen, um ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, wann etwas falsch läuft. Dann können Sie sich auch sofort die richtigen Fragen stellen, wenn Sie im Begriff sind, gegen Wortlaut oder Sinn des Verhaltenskodexes zu verstoßen.

  • Ist das, was wir machen wollen, rechtmäßig oder muss ich eingreifen, damit nicht gegen Gesetze verstoßen wird?
  • Welche Folgen hat mein Handeln/Nicht-Handeln für AcadeMedia und/oder andere?
  • Stärkt mein Handeln/Nicht-Handeln das Vertrauen für AcadeMedia?
  • Wird mein Handeln/Nicht-Handeln von meinen persönlichen Interessen oder möglichen Interessenskonflikten beeinflusst?
  • Hält mein Handeln/Nicht-Handeln einer öffentlichen Überprüfung stand?

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